Kostenloskultur, ACTA, Diebstahl geistigen Eigentums: Die Debatte ums Urheberrecht schaukelt sich momentan in himalayhafte Höhen. Unvorstellbar scheinen die Summen, die der Musikindustrie jährlich durch Angebote wie Pirate Bay und Megaupload verloren gehen. Filesharing, Hochleistungsrechner, schnelle Datenverbindungen, kleine Dateien und große Festplatten: das sind die Waffen mit denen ein ganzes Gesellschaftsmodell attackiert wird. Dieses Gesellschaftsmodell stütze sich auf das heilige, pardon, geistige Eigentum eines jeden Kulturschaffenden. Unvorstellbar welche moralischen und vor allem wirtschaftlichen Auswirkungen es haben könnte würde die gottgewollte Ordnung der drei Stände ins Wanken geraten: die hörigen Verbraucher, die hart arbeitenden Autoren und die über allem trohnenden Verwerter.
Mir ist dazu wieder ein Artikel in die Finger gekommen. Auch hier wird davon gesprochen dass die Musikfirmen vor “kaum lösbare Probleme” gestellt sind. Man verliere Unsummen. “Das Unterhaltungsgewerbe steht vor einer Existenzskrise.”
Alles wie gehabt – so scheint es. Das besondere an diesem Artikel ist, dass er nicht eben erst geschrieben wurde. Auch nicht vor kurzem. Der Artikel ist aus der 17. Ausgabe des SPIEGEL 1977. Und die Existenskrise der Schallplatte, die den Plattengiganten den Schweiß auf die Stirn treibt wird durch Leerkassetten ausgelöst. Read More

